Zur vorletzten Runde empfingen wir, ohne zwei Stammspieler, die Schachfreunde aus Drensteinfurt. Es sollte ein hartes Stück Arbeit werden und sich zeigen das wir uns auf die „Alten Hasen“ verlassen können. Als erster beendete Gerhard Friederici seine Partie. Nachdem er eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte einigte er sich mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung auf ein gerechtes Remis. Kurze Zeit später musste Dietmar Brinkbäumer seine Partie, in aussichtsloser Stellung aufgeben. Es dauerte gut zwei Stunden bis Frieder Deppe den Ausgleich wieder herstellte. In einem sehr schönen Angriff setzte er die Stellung seines Gegner so unter Druck, das dieser die Umwandlung eines Bauern nicht mehr verhindern konnte und aufgeben musste. Klaus Wessels konnte in einer sehr wechselhaften Partie immer wieder leichte Vorteile erkämpfen. Diese reichten letztendlich nicht um die Partie zu entscheiden so dass sie im Remis endetet. Damit stand es nun zwei zu zwei und es spielten noch Jennifer Henke an Brett 5 und Dieter Henke am Brett 1. Auch Jennifer konnte sich Vorteile in der Partie erkämpfen und musste sich trotzdem mit einem Remis begnügen. Ihr Gegner verstand es immer wieder die Drohungen zu parieren und konnte so die leichten Nachteile ausgleichen. Damit lag es nun an Dieter den Mannschaftskampf für uns zu entscheiden. Im 15 Zug gelang es ihm einen Bauern zu gewinnen und die so wichtige offene Linie zu besetzten. Diesen Vorteil ausbauend beendete er nach fast dreieinhalb Stunden und 38 Zügen die Partie in dem er seinen Gegner matt setzte. Mit diesem knappen Ergebnis von 3.5-2.5 bleiben wir in dieser Saison weiterhin ungeschlagen.

Nachdem dem letztjährigen Aufstieg sicherte sich unsere 2. Mannschaft nun vorzeitig die Meisterschaft und damit den direkten Aufstieg in die 2. Bezirksklasse. Aber es war eine gehörige Portion Glück dabei, zum einen spielten an diesem Spieltag alles Mitbewerber um die Meisterschaft remis und zum anderen hatten wir an einigen Brettern das Glück auf unserer Seite. Aber der Reihe nach, als erster brachte Dietmar Brinkbäumer uns in Führung. In einer sehr wechselhaften Partie nutzten beide Kontrahenten nicht alle Fehler des Gegners aus. Aber Dietmar nutzte den letzten Fehler seines Gegners um die Partie für sich zu entscheiden. Kurz darauf gab der Gegner von Dieter Henke auf. Schon in der Eröffnung konnte Dieter eine Figur gewinnen und diesen Vorteil weiter ausbauen bis sein Gegner im 26 Zug in aussichtsloser Stellung aufgab. Dann dauerte es eine Stunde bis beim nächsten Brett die Entscheidung anstand. Am vierten Brett hatte Gerhard Friederici sich eigentlich einen Vorteil erspielt übersah dann aber eine sehr schöne Kombination seines Gegners und musste nach fast drei Stunden aufgeben. Zehn Minuten später sicherte Jennifer Henke uns mit einem schönen Sieg schon mal einen Mannschaftspunkt. In einer sehr konzentriert gespielten Partie zwang sie ihren Gegner zu Fehlern die sie konsequent ausnutzte und damit die Partie deutlich für sich entscheiden konnte. Sah es bis zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut aus, wendetet sich plötzlich das Blatt an den beiden verbleibenden Brettern. Frieder Deppe spielte über lange Zeit eine sehr druckvolle Partie und erkämpfte sich so deutliche Vorteile. Doch dann gelang es seinem Gegner in die Stellung einzudringen und es sah nicht mehr so gut für Frieder aus. Wie so häufig beim Schach schien es so als ob mit der Wendung des Spielverlaufes auch die Konzentration des Gegner nachließ denn plötzlich machte er einen groben Fehler. Diesen nahm Frieder danken an und sicherte uns damit den Mannschaftssieg. Gut vier Stunden spielte Rolf Dübe am zweiten Brett und beide Spieler machten keine groben Fehler. Vielleicht hatte Rolf das etwas druckvollere Spiel aber sein Gegner hatte die bessere Kombination. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle tauschte er die Dame gegen zwei Türme von Rolf und stand damit deutlich besser. Da der Mannschaftskampf aber schon entschieden war einigten sich beide Spieler nach der Zeitkontrolle auf ein remis.

In Bestbesetzung sind wir am Samstag nach Greven gefahren um zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen und weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze zu bleiben. Von Anfang an sah es sehr gut für uns aus, schon nach 90 Minuten konnte Gerhard Friederici den ersten Sieg verbuchen. Sein Gegner patze schon in der Eröffnung was Gerhard ausnutze um die Partie zu Sieg zu führen. Als nächstes beendete Jennifer Henke ihre Partie, leider konnte sie die erspielten Vorteile nicht ausnutzen. Nachdem ihr im Endspiel ein Fehler unterlief musste sie aufgeben. Nach drei Stunden brachte Frieder Deppe uns dann wieder in Führung. In einem sehr gekonnt vorgetragenen Königsangriff lies er seinem Gegner keine Chance. Diese Führung bewegte dann Rolf Dübe sich mit seinem Gegner auf ein gerechtes Remis zu einigen. Eine halbe Stunde später sicherte Bernd-Boris Jellito für uns den Mannschaftssieg. In einer sehr ausgeglichen Partie machten beide Kontrahenten fast keine Fehler. Der entscheidende Fehler unterlief dann Boris Gegner den Boris danken annahm und die Partie sicher beendete. Jetzt spielte nur noch Dieter Henke am 1. Brett und alle mussten sich in Geduld üben. Dieter brauchte über 69 Zügen und 4 ½ Stunden um seinen Gegner zur Aufgabe zu bewegen. Im 22 Zug konnte einen Bauern gewinnen, diesen Vorteil behielt er bis zum Endspiel in dem sich der „schwache“ Bauer zur Dame umwandelte und seinen Gegner zur Aufgabe bewegte. Mit diesem deutlichen Sieg bleiben wir, als Aufsteiger, mit nun vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze und können uns nur noch selber um die Meisterschaft und damit um den direkten Aufstieg in die 2. Bezirksklasse bringen.

Am gestrigen Samstag kam es zu der Begegnung der beiden noch ungeschlagenen Spitzenteams in der Kreisliga. Das war für unsere Spieler soviel Motivation, das alle angetreten sind, auch die sich gesundheitlich nicht so gut fühlten oder zeitlich noch andere Verpflichtungen hatten oder dafür sogar die eigenen Geburtstagsfeier verschieben mussten. Rolf Dübe war der erste, der seine Partie für sich entscheiden konnte, nach zweieinhalb Stunden übersah sein Gegner das Matt. Kurze Zeit später einigte sich Dieter Henke mit seinem Gegner auf ein gerechtes Remis, die Stellung was so geschlossen, das keiner in die gegnerische Hälfte eindringen konnte. Nach drei Stunden hatte es Jennifer Henke „endlich“ geschafft, sie hatte noch einen anderen Termin wahrzunehmen. Schon in der Eröffnung konnte sie sich deutliche Vorteile erspielen die sie immer weiter ausbaute bis ihr Gegner aufgab. Fast gleichzeitig einigte sich der gesundheitlich angeschlagene Bernd Jelitto mit seinem Gegner auf ein Remis und sicherte uns damit schon den ersten Mannschaftspunkt. Eine halbe Stunde später machte sich Gerhard Friederici selber ein Geburtstagsgeschenk indem er seine Partie zum Sieg führte. Kurze Zeit später gab der Gegner von Frieder Deppe in aussichtsloser Stellung auf. Gerade rechtzeitig da auch Frieder noch eine andere Verpflichtung einzuhalten hatte. Damit endet der Mannschaftskampf etwas überraschen deutlich aber hoch verdient mit 5:1 für uns und wir beenden das Jahr auf dem ersten Tabellenplatz.

Am Samstag kam es am 5 Brett zu einer ganz besonderen Paarung. Für Olfen spielte dort Margarete Brüggemann, eine Frau von ende 70 die sich mit ihrem Mann über Jahrzehnte für die Schachjugend in Olfen eingesetzt hat. Für uns spielte Jennifer Henke eine über 60 Jahre jüngeres Mädchen, also kam es nicht nur zu einer reinen Frauen-Paarung sondern auch zu einer Partie der Generationen. In dieser Partie setzt sich die Jugend durch, in einer schönen Partie gewann Jennifer nach knapp drei Stunden und entschied damit den Mannschaftskampf für uns. Vorher hatte Dieter Henke und Dietmar Brinkbäumer ihre Partien, da ihre Gegner nicht antraten, kampflos gewonnen. Und Gerhard Friederici konnte ebenfalls seine Partie für sich entscheiden. In dieser Partie war der Altersunterschied nicht ganz so groß wie am 5 Brett und es setzte sich hier die Erfahrung durch, Gerhard nutzte das ungenaue Spiel seines Gegner um die Partie für sich zu entscheiden. Am 2. Brett kam Rolf Dübe irgendwie nicht richtig ins Spiel, im Mittelspiel verrechnete er sich und verlor damit Material und letztendlich die Partie. Unserer erfahrenster Spieler Frieder Deppe spielte am 3. Brett eine wechselhafte Partie, nachdem er sich schon früh materiellen Vorteil erkämpfte unterlief ihm ein kleiner Fehler der den Vorteil wieder ausglich. Nach drei Stunden einigten sich die Kontrahenten auf ein gerechtes Unentschieden. Mit diesem deutlichen Sieg bleiben wir als Aufsteiger immer noch auf dem 1. Tabellenplatz.

Aufgrund des Steverlaufes haben wir auf unser Heimrecht verzichtet und sind nach Everswinkel gefahren um die dritte Runde zu bestreiten. Die Gastgeber konnten nicht alle Bretter besetzten und mussten das erste und zweite Brett freilassen, damit führten wir schon vor Rundenbeginn mit 2:0. Dieter Henke und Rolf Dübe brauchten also nicht mitfahren sodass wir mit einem Auto auskamen. Jennifer Henke eroberte sich schon in der Eröffnung eine Figur und gewann in verdächtiger Rekordzeit, somit sicherte sie uns schon nach knapp einer Stunden einen Mannschaftspunkt. Etwa eine Stunde später musste Dietmar Brinkbäumer seine Partie aufgeben. Gerhard Friederici sicherte uns mit seinem Remis den Mannschaftskampf und damit den ersten Tabellenplatz. Abschließend einigte sich auch Frieder Deppe mit seinem Gegner auf ein gerechtes Remis, zum Endstand von 4:2. Damit belegen wir als Aufsteiger immer noch den ersten Tabellenplatz.